
Die Zeit nach
Ihrer Operation
Gemeinsam können wir viel für Ihre Genesung tun
Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,
sehr geehrte An – und Zugehörige,
Sie können viel dazu beitragen, um die Phase nach einer Operation bestmöglich zu meistern. In dieser Broschüre haben wir die wesentlichsten Themen zusammengestellt, die Sie nach der Operation begleiten. Zusätzlich zu den Informationen stellen wir Ihnen Übungen vor, die Sie selbstständig durchführen können.
Mit Ihnen und für Sie möchten wir
- Ihre Selbstheilungskräfte aktivieren und stärken,
- Ihnen wichtige Techniken und Methoden nahe bringen,
- Sie für eine aktive Mitgestaltung Ihres Genesungsprozesses gewinnen,
- Ihren Angehörigen die Möglichkeit geben, Sie zu unterstützen,
- Ihr Wohlbefinden steigern und
- Sie über mögliche Komplikationen informieren.
Inhaltlich haben wir uns an den nationalen Expertenstandards orientiert. Ihr Behandlungsteam unterstützt Sie zusätzlich und beantwortet gerne Ihre Fragen.
Wir wünschen Ihnen einen guten Heilungsverlauf.
Ihr Behandlungsteam
I
Schmerz
Vor einer Operation ist es ganz normal, sich über mögliche Schmerzen Gedanken zu machen. Schmerzen sind ein natürlicher Teil des Heilungsprozesses.
Schmerzstärke
Schmerzempfinden ist etwas sehr individuelles. Um uns mitzuteilen, wie stark Ihre Schmerzen sind, nutzen wir die visuelle Analogskala.
Das ist eine Skala von 0 bis 10, auf der Sie angeben können, wie intensiv Sie den Schmerz empfinden.

0 bedeutet gar kein Schmerz und 10 der für Sie stärkste vorstellbare Schmerz.
Schätzen Sie Ihre Schmerzen sowohl in Ruhe als auch bei Aktivität (z.B. Husten, Aufstehen) ein.
So können wir Ihre Schmerztherapie ganz auf Sie abstimmen.
Warum ist es uns wichtig, dass Sie Ihre Schmerzen gut tolerieren können
- Komplikationen können reduziert werden
- Sie werden besser durchatmen, abhusten und Atemtherapie durchführen können, so können Sie zur Vermeidung einer Pneumonie (Lungenentzündung) beitragen
- Sie werden einfacher und schneller aufstehen können, wodurch Ihr Kreislauf und Ihre Darmtätigkeit wieder besser in Schwung kommen
- Zudem verringern Sie das Risiko einer Thrombose oder des Sich-wund-liegens
- Sie werden sich insgesamt besser fühlen, weniger Stress haben und schneller gesund werden
Möglichkeiten der akuten Schmerztherapie
Infusionen: Nach der Operation erhalten Sie Schmerzmedikamente meist intravenös, d.h. über einen Venenzugang. Dabei stehen uns verschiedene Medikamente mit unterschiedlichen Wirkstoffen zur Verfügung. Diese können auch über eine Schmerzpumpe (patientenkontrollierte intravenöse Analgesie) verbreicht werden.
Schmerzpumpen: Vor größeren operativen Eingriffen werden Sie bereits im Aufklärungsgespräch über die Verfahren einer bestmöglichen Schmerztherapie informiert. Hierzu zählen besondere Katheterverfahren oder spezielle Schmerzkatheter, die vor der eigentlichen Narkose gelegt werden. Über diese Katheter werden nach der Operation kontinuierlich Schmerzmittel verabreicht. Mit der patientenkontrollierten Schmerztherapie bestimmen Sie selbst, wann Sie die nächste Dosis des Schmerzmittels abrufen
Tabletten und Tropfen: Es stehen in unserer Klinik, moderne, gut verträgliche Therapiekonzepte zur oralen Schmerztherapie zur Verfügung. Die Pflegekräfte auf den Stationen können Ihnen zeitnah, entsprechend unseres Therapiestandards, das geeignete Medikament zur Verfügung stellen.
Akutschmerzdienst
Je nachdem, welche Schmerztherapie Sie erhalten, wird der Schmerzdienst Sie zu täglichen Visiten besuchen und begleiten. Sie können mit speziell ausgebildeten Schmerzexpertinnen und -experten darüber sprechen, wie wirkungsvoll die Therapie ist. Falls es notwendig ist, wird die Therapie Ihren individuellen Bedürfnissen angepasst
Vorbeugen
Atemtherapie
Nach einer Operation sind Sie in Ihrer Bewegungsmöglichkeit eingeschränkt.
Durch das lange Liegen kann eine Lungenentzündung (Pneumonie) entstehen.
Um dieses Risiko zu minimieren, gibt es mehrere Möglichkeiten.
- Patienten mit vorgeschädigten Lungen (z.B. Raucherinnen und Raucher, COPD) erhalten schleimlösende Medikamente. Diese Medikamente bieten wir Ihnen auch in Form einer Inhalation an.
- Sie erhalten regelmäßig Schmerzmittel, sodass Sie tief durchatmen und das Sekret gut mobilisieren und abhusten können.
- Sie bekommen durch Ihr Behandlungsteam Anleitungen zu Atemübungen.
Was Sie selbst tun können
Führen Sie selbständig, regelmäßig Atemübungen durch.

Damit Sie die Atemübungen optimal ausführen können, sitzen Sie bitte aufrecht im Bett, an der Bettkante oder auf einem Stuhl.
Eine gute Sitz- und Liegeposition ist nach Ihrer Operation generell wichtig, damit Sie gut atmen und husten können.
Vermeiden Sie es, im Bett Richtung Fußende zu rutschen. Dies hat zur Folge, dass Ihr Brustkorb „abknickt“, wodurch die Lunge sich nicht ausreichend entfalten kann. Dadurch wird das Atmen deutlich erschwert.
Positionieren Sie Ihren Oberkörper etwas erhöht!
Welche Übungen können Sie durchführen
Wir empfehlen Ihnen, die Übungen tagsüber stündlich zu wiederholen.
Wir stellen Ihnen hier zwei Übungen vor:
Triflow
Dieses Gerät unterstützt die vertiefte Einatmung. Tiefe Atemzüge erweitern Ihre Lungenbläschen und helfen Ihre Lunge von Schleim und „Verklebungen“ zu befreien.

So verwenden Sie das Gerät:
- Halten Sie das Gerät senkrecht und atmen Sie aus.
- Nehmen Sie das Mundstück in den Mund und umschließen es fest mit Ihren Lippen
- Atmen Sie durch den Mund ein, so dass ein oder zwei Bälle angehoben werden.
- Versuchen Sie, die Bälle kurz zu halten
- Atmen Sie wieder ganz aus und geben Sie das Mundstück frei.
- Entspannen Sie kurz und beginnen die Übung von vorne
- Es ist effektiver nur einen Ball anzuheben und diesen zu halten, als zwei oder drei Bälle nur kurz hochschnellen zu lassen.
Wiederholen Sie die Übung fünf bis zehn Mal pro Stunde, oder gerne öfter.
Das Üben mit dem Triflow Gerät ist für Patientinnen und Patienten mit einer COPD nicht geeignet!
Husten Sie regelmäßig Ihren Schleim ab. Durch Husten reinigen Sie ihre Atemwege von angesammeltem Sekret.
Das Husten ist besonders effektiv, wenn Sie vorher Atemübungen durchgeführt und ggf. inhaliert haben. Um gut abhusten zu können, müssen Sie auch gut durchatmen können. Deshalb setzen Sie sich in die bereits beschriebene halbsitzende Position im Bett, besser aber an die Bettkante oder in einen Stuhl.
Drücken Sie sanft mit beiden Händen auf Ihre Operationswunde. Versuchen Sie zuerst das Sekret durch Räuspern und mehrere kleine Hustenstöße zu lösen und dann abzuhusten. Ist Ihr Sekret sehr zäh, hilft möglicherweise eine Inhalation.
Sollte Ihr Sekret gelb, gelb-grün oder blutig sein, informieren Sie bitte Ihr Behandlungsteam.
Thrombosevorbeugung
Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel (Thrombus) in den Venen. Ein Blutgerinnsel entsteht meist in Zonen, in denen das Blut langsamer fließt, beispielsweise in den Beinen. Löst sich ein solches Blutgerinnsel, kann es zu Verschlüssen der Lungengefäße (=Lungenembolie) führen.
Um einer Thrombose vorzubeugen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die ggf. miteinander angewendet werden sollten.
- Sie erhalten täglich in die Haut des Oberschenkels eine Spritze mit einem blutverdünnenden Medikament.
- Bewegungsübungen erhöhen den Rückstrom des Blutes zum Herzen und verringern die Gerinnselbildung.
- Atemübungen verbessern ebenso den Rückstrom des Blutes.
Was können Sie tun
Hier stellen wir Ihnen einige Bewegungsübungen vor, die Sie regelmäßig ausführen sollten.
Wir empfehlen Ihnen, diese Übungen jeweils vor den Mahlzeiten, bzw. unmittelbar vor dem Aufstehen, also drei bis vier Mal täglich zu wiederholen.
Fuß-und Wadengymnastik
Die Fußspitzen so weit wie möglich Richtung Knie anziehen und wieder ausstrecken.
Die Beine bleiben dabei gestreckt liegen.
Fußkreisen
Kreisen Sie Ihre Füße mindestens 15 Mal hintereinander (einmal mit und einmal gegen den Uhrzeigersinn)
Beinübungen
Ziehen Sie Ihre Beine mehrmals hintereinander an und strecken Sie diese wieder. Ihre Fersen bleiben dabei auf dem Bett liegen. Zwischen den Übungen atmen Sie tief ein und aus. Eine Bauchatmung ist sinnvoll.
Aufstehen
Beim ersten Aufstehen hilft Ihnen Ihr Behandlungsteam. Sie werden bereits kurz nach der Operation das Bett verlassen. Dadurch wird Ihr Kreislauf angeregt und der Blutfluss gesteigert. Damit die Mobilisation für Sie schmerzarm und schonend erfolgen kann, bekommen Sie ausreichend Schmerzmittel und Bewegungsempfehlungen.
Unter dem Punkt „Mobilisation“ in dieser Broschüre, haben wir Ihnen eine kleine bildliche Abfolge zusammengestellt. Diese Anleitung soll Ihnen das Aufstehen erleichtern.
Medizinischer Thrombosestrumpf
Sollten Sie bereits zu Hause speziell für Sie angepasste Kompressionsstrümpfe tragen, so bringen Sie diese bitte mit und tragen Sie diese während des Aufenthaltes in der Klinik.
Führen Sie regelmäßig Atemübungen durch
Atemübungen verbessern ebenso wie Bewegungsübungen den Rückstrom Ihres Blutes in den Venen. Wir bitten Sie, diese ebenso regelmäßig durchzuführen wie die Bewegungsübungen.
Das sollten Sie vermeiden
- Beine baumeln lassen
- Beine übereinanderschlagen
- Langes Sitzen
- Langes Liegen
- Mangelnde Bewegung
Stürze vermeiden
Ein Sturz kann schwerwiegende physische und psychische Auswirkungen haben und die Selbstständigkeit Betroffener gravierend einschränken. Jeder Mensch hat ein Risiko zu stürzen, hierfür gibt es vielfältige Gründe:
- Probleme mit der Körperbalance/dem Gleichgewicht
- Gangveränderungen/eingeschränkte Bewegungsfähigkeit
- Erkrankungen, die mit veränderter Mobilität/Motorik/Sensibilität einhergehen
Das Sturzrisiko wird umso größer, je mehr Risikofaktoren zusammentreffen.
Das können Sie tun
- Passen Sie die Betthöhe so an, dass ein komfortables Ein -und Aussteigen möglich ist.
- Sorgen Sie für sichere, rutschfeste und gut passende Schuhe. Feste, geschlossene Schuhe , mit Gummisohle eignen sich am besten.
- Überprüfen Sie die Funktionsfähigkeit Ihrer Hilfsmittel wie Brille, Hörgerät, Gehhilfen, Rollstuhl.
- Sollten Sie einen Toilettenstuhl benutzen, müssen die Bremsen festgestellt und die beweglichen Armlehnen eingerastet sein.
- Tritt beim Gehen Erschöpfung ein, nutzen Sie bitte die Sitzgelegenheiten auf den Fluren. Nutzen Sie ebenso die Handläufe an den Wänden.
- Achten Sie darauf, dass Sie vor allem nachts alle Gegenstände, die Sie vom Bett aus benötigen in Ihrer Reichweite sind. Dazu gehört auch die Notfallklingel.
- Beseitigen Sie Stolperfallen wie Kabel und herumliegende Gegenstände.
- Lassen Sie sich beim Aufstehen bewusst Zeit. Ihr Kreislauf muss sich erst an die veränderte Position Ihres Körpers gewöhnen.
- Machen Sie vor dem Aufstehen die unter Punkt 2.2 beschriebenen kreislaufanregenden Übungen
All diese Maßnahmen eignen sich auch für die Zeit nach dem Klinikaufenthalt, wenn Sie wieder zuhause sind.
Wundliegen vermeiden – Dekubitusprophylaxe
Dekubitus ist eine lokal begrenzte Schädigung der Haut und/oder des darunter liegenden Gewebes, in der Regel über knöchernen Vorsprüngen, infolge von Druck oder von Druck in Kombination mit Scherkräften.
Vielleicht kennen Sie auch umgangssprachliche Begriffe wie „Wundliegen“ oder „Druckgeschwür“. Diese Wörter beschreiben tatsächlich die häufigsten Entstehungsursachen – langes Liegen und Druck.
Wird eine Körperstelle über eine zu lange Zeit zu viel Druck ausgesetzt, kann das Blut in diesen Bereichen nicht ausreichend zirkulieren. Das Gewebe wird nicht mit genügend Sauerstoff versorgt und stirbt ab.
Begünstigende Faktoren für einen Dekubitus sind:
- Hautzustand, z.B. zu trockene oder zu feuchte Haut
- körperlicher Allgemein – und Ernährungszustand
- eingeschränkte Mobilität
- zusätzliche Reibung und/oder Druck. z.B. „Herumrutschen“ im Bett
- ein Lebensalter über 65 Jahre
- Diabetes und/oder Durchblutungsstörungen jeglicher Art
- Medikamente (Chemotherapeutika, Cortison, Katecholamintherapie)
Körperstellen an denen die Haut direkt über dem Knochen liegt, sind im allgemeinen besonders gefährdet. Diese Stellen sollten regelmäßig überprüft werden: Zehen, Fersen, Knöchel, Knie, Beckenknochen, Kreuz- und Steißbein, Wirbelvorsprünge

Das können Sie tun
Wir empfehlen Ihnen, möglichst wenig Zeit im Bett zu verbringen.
Sie sollten mehrfach am Tag aufstehen und spazieren gehen – anfänglich selbstverständlich mit unserer Hilfe. Sollten Sie längere Zeit im Bett oder sitzend auf einem Stuhl verbringen, machen Sie hin und wieder kleine Bewegungen.
Wenn wir krank oder operiert sind, tun wir dies nicht mehr im notwendigen Maße. Entweder haben wir Schmerzen und Angst vor Bewegung, oder die Schmerztherapie wirkt so gut, dass ein betreffender Körperteil nicht genug Signale sendet.
Manchmal sind es auch Verbände, Drainagen oder, bei einem Intensivaufenthalt, Kabel, die uns vermeintlich daran hindern, uns zu bewegen.
Hier wird das Behandlungsteam in regelmäßig angepassten Abständen für einen Positionswechsel sorgen, oder Sie dazu anhalten, dies selbst zu tun.
Verändern Sie Ihre Lage, wenn auch nur minimal.
Bewegung
Mobilisation- Aufsetzen an der Bettkante
Mobilisation ist im Genesungsprozess einer der bedeutendsten Faktoren. Nur bei wenigen Operationen und Krankheitsbildern ist heutzutage noch absolute Bettruhe einzuhalten. Deshalb sollten Sie wenige Stunden nach ihrer OP, spätestens am Abend, wieder aufstehen. Unsere Pflegekräfte und Physiotherapeuten werden Sie dabei unterstützen.
Optimalerweise üben Sie Bewegungsabläufe schon vor der Operation, sodass Sie sich sicher und eigenständig zumindest an die Bettkante setzen können. Bei diesem Bewegungsablauf benötigen Sie die Aufrichtehilfe (Bettgalgen) nicht. Dieser ist nach einer Bauchoperation sogar eher von Nachteil.
Auf den folgenden Bildern sehen Sie die Bewegungsabfolge:

Lassen Sie Ihre Beine angestellt. Legen Sie die Arme wie im Bild, wenn Sie zur linken Seite aufstehen wollen. Falls sie den Arm nicht so hoch anwinkeln können, versuchen Sie die für Sie beste Position zu finden.

Drehen Sie sich in Richtung Bettkante. Während der untere Arm weiterhin auf der Matratze liegt, stellen Sie Ihren anderen Arm so, dass Sie sich später von der Matratze abstützen können.

Führen Sie nun erst das untere Bein aus dem Bett. Danach folgt das oben liegende Bein. Ziehen Sie die Knie noch etwas mehr in Richtung Kopf.

Drehen Sie die oben liegende Schulter nach vorne in Richtung Bettkante. Sie werden sich wie von selbst mit Ihrem Arm abstützen und aufrichten.

Sie spüren auch bald den Druck auf den Ellenbogen und werden daraufhin mit diesem Arm umgreifen und die Handfläche auf die Matratze bringen.

Korrigieren Sie nun Ihre Position, damit Sie stabil sitzen.
Möglicherweise sollten Sie noch etwas mehr nach vorne an die Bettkante kommen. Entlasten Sie eine Seite. Jetzt machen Sie auf dieser Seite mit Ihrem Becken eine kleine Bewegung in Richtung Bettkante. Setzen Sie sich wieder gerade. Führen Sie dies nun mit der anderen Seite durch. Sie werden problemlos in Richtung Bettkante gehen.
Möchten Sie sich hinlegen, so müssen Sie dies nur in umgekehrter Reihenfolge machen. Sie setzen sich weit zurück ins Bett. Stützen sich mit den Ellenbogen am Kopfteil ab.
Ihren Arm führen Sie vorne am Körper vorbei und setzen die Handfläche in der Nähe des Ellenbogens auf die Matratze. Legen Sie jetzt langsam Ihren Oberkörper auf die Matratze. Die Beine werden noch aus dem Bett baumeln und Ihr Oberkörper liegt auf der Seite. Nehmen Sie erst das obere Bein ins Bett, danach das untere. Mit Ihrem oberen Bein drücken Sie sich etwas kopfwärts und drehen sich gleichzeitig zurück auf den Rücken.
Vermeiden Sie, dass Sie zu nahe am Bettrand liegen. Sie könne dann nicht richtig mit Ihren Armen arbeiten und haben zudem nicht das Gefühl, aus dem Bett zu rutschen. Deshalb müssen Sie zum Beginn der Übung die richtige Ausgangsposition im Bett haben. Überprüfen Sie, bevor Sie sich zur Seite drehen, ob die Länge Ihres Oberschenkels Ihr Abstand zur Bettkante ist.
Orientierung
Delir und Delirprophylaxe
Ein Delir ist ein plötzlich auftretendes, wechselndes Syndrom akuter Verwirrtheit, bei dem die Aufmerksamkeit und Wahrnehmung gestört sind. Dies zeigt sich in Desorientierung, Konzentrationsschwäche und Gedächtnisproblemen.
Das können Sie tun
- Orientierungshilfen – Uhren, Kalender, vertraute Gegenstände
- Klare Kommunikation – kurze, einfache Sätze
- Ruhe und Sicherheit – Ruhige Atmosphäre schaffen, wenig Reize
- Vertraute Stimmen
- Geduld und Verständnis – Mit viel Empathie reagieren

Enährung
Der Kostaufbau orientiert sich an der Art der Operation und Ihrer Verfassung. Wichtig ist eine ausgewogene und eiweißreiche Kost, ggf. ergänzt durch hochkalorische Nahrungsergänzung.
Eine individuelle Beratung durch Ernährungsmanagement ist jederzeit möglich. Langfristig gilt: Alles was vertragen wird, ist auch erlaubt.
Ihre Zeit auf der Intensivstation

Ein Monitor zur ständigen Überwachung der Vitalfunktionen. Das Beatmungsgerät läuft während der Narkose oder während des künstlichen Komas. Spritzenpumpen geben kontinuierlich Medikamente ab. Auf einer Intensivstation gibt es viele Geräte. Und die schlagen auch mal Alarm. Das ist normal. Also: Keine Angst vor Alarmtönen.

Besuche auf der Intensivstation
An- und Zugehörige sind auch auf einer Intensivstation willkommen. Doch an sie haben wir ein paar Bitten:
- Bitte begrenzen Sie Ihre Besuche auf zwei Personen gleichzeitig und am Tag.
- Ein Besuch kann für den Patienten anstrengend sein. Halten Sie daher ihren Besuch bitte in einem angemessenen zeitlichen Rahmen.
- Bitte sprechen Sie vorab mit uns, wenn Kinder unter 14 Jahren eine Patientin oder einen Patienten besuchen möchten.
- Bitte kündigen Sie ihren Besuch immer durch Klingeln am Eingang an.
- Ausnahmen zu den Besucherregelungen sind in besonderen Fällen und in Absprache mit dem Behandlungsteam möglich.
Wir wissen, dass eine Operation eine besondere Zeit ist – mit vielen Gedanken und Gefühlen. Nehmen Sie sich Zeit, Ihrem Körper Ruhe und Heilung zu schenken. Vertrauen Sie darauf: Sie sind in guten Händen. Wir sind an Ihrer Seite – mit Erfahrung, Herz und Verständnis. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Sie bald wieder mit Energie und Zuversicht in Ihren Alltag zurückkehren.
Ihr Behandlungsteam der Klinikum Bayreuth GmbH